Boomtown Shanghai – Das muss man gesehen haben

Shanghai ist modern und historisch, weltlich und spirituell, kommunistisch und kapitalistisch zugleich. Die chinesische Millionenstadt stellt Besucher sightseeing-technisch vor die Qual der Wahl und wartet mit mächtigen Wolkenkratzern und verspielten, wertvoll geschmückten Tempeln auf.

Flanieren am „Bund“ – eine Rundreise durch die Drachenkopf-Metropole

Offiziell trägt die stimmungsvolle Uferpromenade am Huangpu-Fluss den Namen Zhongshan Donglu Yiduan. Die 1,5 Kilometer lange Prachtstraße, schmiegt sich ans Wasser und wird von repräsentativen Bauten gesäumt. Die „Bank of China“, mehrere Generalkonsulate und „The Customs House“ bilden nur die Spitze des touristisch sehenswerten Eisberges.

Das beste Panorama auf diesen quirligen Straßenzug erleben Besucher auf dem Jin Mao Tower. Mit seinem Gardemaß von 420 Metern war er lange Zeit das höchste Bauwerk der Volksrepublik China und musste diesen Titel erst 2008 an das benachbarte Shanghai World Financial Center abgeben. Die Aussichtsplattformen beider Hochhäuser verlangen Schwindelfreiheit und offerieren gerade nach Sonnenuntergang romantische Aussichten.

Im 94. Stockwerk des SWFC befindet sich eine riesige Ausstellungsfläche, die für Automobilpräsentationen genutzt wird. Ein eigens konzipierter Auto-Aufzug fährt in wenigen Minuten in luftige Höhen. Bestaunt man die Skyline von der Bund-Seite her, fällt die extravagante Architektur des SWFC auf; wie ein überdimensionierter Lippenstift ragt es steil in den Himmel.

Franzosen, Chinesen und ein Garten

Bei einer Rundreise durch die Millionenmetropole empfängt Besucher auch das alte, das nostalgische Shanghai. Die Hauptverkehrsachse der Chinesischen Altstadt, die Fangbang Lu führt durch pittoreske Straßenzüge, in denen das Leben tobt. Garküchen werden durch die Gassen geschoben und überall bieten winzige Läden ihre Waren feil. Traditionelle chinesische Apotheken und Souvenirläden reihen sich in einem schier endlosen Reigen aneinander.

Inmitten dieser geschäftigen Idylle liegt der „Garten der Zufriedenheit“. In dem zwei Hektar großen Areal lädt ein Teehaus zum Verweilen ein. Das traditionell asiatische Gebäude wurde inmitten eines Teiches errichtet und ist nur mittels einer Fußgängerbrücke zu betreten.

Unten im Wasser flitzen possierliche Goldfische umher und an den Ufern gedeihen üppige Seerosen. Nur einen Katzensprung davon entfernt, breitet sich das Französische Viertel aus. Die ehemaligen Kolonialherren errichteten mehrere Art-Deco-Häuser und schenkten der Stadt mit der Xinhua Lu einen eleganten Boulevard.

Mao und andere Geschichten aus China

Im sogenannten „Paris des Ostens“ fanden sich dereinst 13 Kommunisten zu einem konspirativen Treffen zusammen. Sie hoben die heute staatstragende Partei im Jahre 1921 aus der Taufe und begründeten damit ihre uneingeschränkte Herrschaft. Das kleine Häuschen in der Xingye Lu 76 ist täglich für Besucher geöffnet und gehört nicht nur für chinesische Geschichtsinteressierte zu den Must-Sees einer Rundreise.

Noch tiefer in die fernöstliche Vergangenheit taucht, wer das umfangreiche Shanghai-Museum bestaunt. Die Ausstellung zeigt 120.000 Exponate in zehn Galerien und beschäftigt sich mit Kunst und Kultur aus dem Reich der Mitte. Keine andere Stadt der Erde schlägt mehr Waren und Güter um. Erleben wird man diese Tatsache unten am Hafen Shanghais.

Riesige Containerschiffe machen am weltweit größten Kai fest und laden jährlich über 30 Millionen Tonnen ein oder aus. Wesentlich gelassener geht es im Jadebuddhatempel zu. Die wertvolle Statue wurde dereinst von Mönchen aus Birma hierher gebracht und wird von den Bewohnern inbrünstig verehrt.

Rundreise durch die „Stadt der Kontraste“

Gegensätze ziehen sich an. Diese alte Weisheit gilt vor allem für die City am Huangpu-Fluss. Einerseits rasant und an vielen Ecken tiefenentspannt, wird man sich durch Shanghais Straßen bewegen und sich von Chinas kapitalistischem Zentrum verführen lassen.

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