Badeurlaub in Kampen

Die „berühmteste Gemeinde Deutschlands“ bietet Sonnenanbetern und Wasserratten jede Menge Freiraum. Vom Roten Kliff bis zur legendären Buhne 16 zieht sich ein Kilometer langer Strand und lädt zum Plantschen, Sandkuchenbacken und Spazieren ein.

Schick, schön und sonnig: Der Meerblick Kampen

Anfang des vergangenen Jahrhunderts entdeckte die High-Society Kampen für sich. Dass sich die Reichen und Schönen mit ihrer Wahl des Reiseziels stilsicher gezeigt haben, beweist das Panorama des Hauses Kliffende. Das reetgedeckte Gebäude fungierte vormals als Herberge für Sommerfrischler. Ernst Rowohlt und Thomas Mann verbrachten hier ihre Ferien. Noch heute wandert man auf einem idyllischen Pfad dem Naturjuwel Kampens entgegen: Dem Roten Kliff. Stolze 50 Meter ragt es vom feinsandigen Strand auf. Ist man am Fuße des Kliffs angekommen, empfängt der weite, sehnsuchtsbeladene Blick auf die Nordsee die Badegäste. So weit das Auge reicht nichts als tiefblaue Wellen und salzige Meeresluft.
Kindliche Entdecker tummeln sich im großen Flachwasserbereich, erbauen so manche Sandburg oder stobern um die Strandkörbe herum. In den Weidengeflechten träumt man, geschützt gegen den allzeit leichten Wind vor sich hin und wartet auf ein Spektakel. Ist der Himmel blitzblau oder ziehen nur seidige Wolkenbänder dahin, entfaltet sich ein Naturphänomen. Das Rote Kliff besteht, wie sein Name andeutet aus rotem Geschiebelehm, der über die Jahrmillionen hindurch schlicht gerostet ist. Senkt sich nun die Sonne gen Horizont, reflektieren die winzigen Steinchen deren Strahlen und leuchten rot bis rosafarben auf. Der Meerblick Kampen ist an einem solchen Abend wunderbar romantisch, denn der Ozean wirft die Färbung wieder zurück und funkelt deshalb ebenfalls in sämtlichen Rot-Schattierungen.

Vier Strandabschnitte und das Watt

Bevor man sich an einem warmen Sommertag in die Fluten stürzt, darf man zwischen vier unterschiedlichen Badeplätzen wählen. Am Roten Kliff versammeln sich Romantiker und Naturliebhaber, am La Grande Plage sind es eher die Feinschmecker und vorm Dünensteg verlustieren sich Kitesurfer und Wellenreiter. Wer es etwas actionreicher und noch lässiger mag, steuert die Buhne 16 an. Im Bistro können sich Badegäste stärken oder eines der vielen Events miterleben.
Hier wird gefeiert, gebadet und sich dem „Sehen-und-gesehen-werden“ hingegeben. Zu einem Aufenthalt mit Meerblick Kampen gehört natürlich auch eine Wattwanderung. Barfuß watet man durch den Schlick und durchstreift dabei einen der produktivsten Lebensräume der Erde. Da das Meer rund um Sylt sich im ewigen Rhythmus der Gezeiten zurückzieht und wieder anströmt, lohnt eine geführte Wattwanderung mit einem erfahrenen Guide. Die Touristenführer wissen nicht nur um die Gefahrenstellen inmitten dieser amphibischen Landschaft.
Sie haben auch allerhand Wissenswertes über die Flora und Fauna zu berichten und kennen die besten Stellen, um putzigen Meeressäugern ganz nahe zu kommen. Die Nordsee ist das zu Hause zahlloser Robben, die sich auf den Wattbänken in der Sonne aalen. Steigt das Wasser in den Prielen, ist es Zeit an den Strand zurückzukehren und noch einmal ein Bad im Meer zu nehmen. Für welchen der vier Strände Kampens man sich auch entscheidet, einzigartige Natur und feinen Sand bekommt man überall geboten.

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Strandkörbe, Leuchttürme und Uwe

Der Meerblick Kampen ist unvergleichlich. Namentlich dann, wenn man den „Hausberg“ der Kampener erklimmt. Die 52 Meter hohe Uwe Düne meint die höchste Erhebung der gesamten Insel und ist über einen hölzernen Steg und mehrere Treppenaufstiege innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Oben angekommen, blickt man an klaren Tagen bis nach Dänemark und kann ganz deutlich das Festland Schleswig-Holsteins erkennen. Landeinwärts ducken sich die reetgedeckten Häuser der Gemeinde in die Heidelandschaft und die Leuchttürme Rotes Kliff und Langer Christian sorgen für ein romantisches Antlitz.
Dreht man sich gen offenes Meer, liegt Spaziergängern, so scheint es wenigstens, die gesamte Nordsee zu Füßen. Sanft rollen die Wellen unten am Strand aus, deren Rauschen die Reisenden noch beim Abstieg hinunter ans Ufer begleitet. Wer einen Badeurlaub in Kampen verbringt, sollte sich zumindest für einen Tag einen Strandkorb mieten und das besondere Flair dieses Möbelstücks erleben. Ob an heißen oder eher wolkenverhangenen Tagen, ob alleine, mit der Familie oder in trauter Zweisamkeit – der Strandkorb macht einen Urlaub an der Nordseeküste erst perfekt. Ein gutes Buch in der Hand, verbringt man dort entspannte Stunden, bricht immer wieder zu kleinen Strandwanderungen auf oder taucht quasi von der Sitzbank aus ins Meer.

Die raue, charmante Herzlichkeit der Nordsee

An manchen Tagen scheint der Meerblick Kampen geradezu karibische Züge anzunehmen. Das Meer leuchtet azurfarben und der Sand schimmert fast weiß. Doch nicht nur bei traumhaften Witterungsverhältnissen versteht es die Gemeinde ihren Zauber zu versprühen. Gerade wenn eine steife Brise über die Dünen fegt und die schäumenden Wellen vor sich her treibt, entfaltet sich die ganze Schönheit Kampens.

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