Tallinn: Eine sehenswerte Oase an der Ostsee

Nur 80 Kilometer von Helsinki entfernt und am Finnischen Meerbusen gelegen, wartet die estnische Kapitale Tallinn gleich mit zwei Stadtkernen auf: Auf dem Domberg genießen Reisende einen herrlichen Rundblick und in der Unterstadt flanieren sie durch pulsierende Straßen.

Eine Kathedrale und der „Lange Hermann“

Wenn die Sonne über dem Baltikum aufgeht, vermögen Interessierte ein kleines Schauspiel zu erleben: Auf dem Langen Hermann, einem mittelalterlichen Wehrturm wird die estnische Fahne gehisst und dazu erklingt die Nationalhymne. Wird es Nacht, holt man die Flagge wieder ein. Nebst diesem vom Nationalstolz geprägten Ritus ist es vor allem die Aussicht von der 45 Meter hohen Balustrade, die für Stimmung sorgt. Die Unterstadt samt altem Hafen liegt den Bezwingern der 215 Turmtreppen zu Füßen. Unweit des Tallinner Doms recken sich die Zwiebeltürme der Alexander-Newski-Kathedrale gen Firmament. Wertvolle, goldverzierte Ikonen und riesige Mosaike erheben den Kirchenraum zum Kunstgenuss.

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Ein Streifzug durch die Unterstadt

Das Rathaus Tallinns meint ein gotisches Juwel und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Gleich gegenüber begrüßt die Ratsapotheke seit 1422 ihre Kunden. Sie ist die vermutlich älteste, durchgängig betriebene Apotheke des Kontinents und zeigt in ihrem Schaufenster pharmazeutische Gerätschaften aus insgesamt vier Jahrhunderten. Von der dereinst 2,3 Kilometer langen Stadtmauer sind immer noch 1800 Meter und stolze 26 Türme erhalten geblieben. Einer davon, die sogenannte Dicke Margarethe ist unlängst zu einem sehenswerten Ausstellungsraum umfunktioniert worden und beschäftigt sich mit dem Werdegang der estnischen Seefahrerei.

Außerhalb und doch im Herzen Tallinns

Der estnische Staatspräsident residiert im vormaligen Zarenschloss Katharinenthal und hat somit jeden Tag Gelegenheit die pittoreske Atmosphäre des Schwanenteichs und der umliegenden Parkanlagen zu inhalieren. Doch auch Reisende können den Prunkbau Zar Peters I. genießen. In einem Seitentrakt ist das Museum für ausländische Kunst untergebracht und das Wohnhaus neben dem Palast fungierte vor dessen Fertigstellung als Domizil des russischen Herrschers. Eine hübsche, kleine Sammlung erzählt von Peter und dessen Lebensgewohnheiten. Wer nach so viel Kunst, Kultur und Geschichte auf der Suche nach Entschleunigung ist, fährt mit der Straßenbahn hinaus nach Pirita. Der Vorort verfügt über einen von Kiefern umsäumten Sandstrand an der stahlblauen Ostsee und meint das beliebteste und sonnigste Naherholungsgebiet der City!

Die Perle des Baltikums: Tallinn

Mediterranes Flair meets nordische Kultur – in Estlands Hauptstadt vereinen sich Weiße Nächte, alte Bauten und sandige Strände zu einem Touristen-Hotspot der Extraklasse. Urlauber werden auf eine spannende Zeitreise geschickt, die sich vom Panorama auf die See krönen lässt!

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