Katalonische Küste: Entspannten Badeurlaub an der Costa Brava verbringen

Bizarre Felswände und weitläufige Buchten wechseln sich in Katalonien stimmungsvoll ab. An der Costa Brava landet das Mittelmeer an rauen Klippen an, während an der Goldküste, der sogenannten Costa Daurada unzählige Dünen die Strände säumen. Dazwischen verstecken sich pittoreske Fischerdörfchen und herrliche Festungsanlagen.

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Strände, Panoramastraßen und eine Burg

Tossa de Mar meint ein populäreres Seebad an der Costa Brava. Trotz der vielen Touristen hat sich das mittelalterliche Städtchen seinen Charme bewahren können und ermöglicht einen Badeurlaub der Extraklasse. Drei Strände stehen den Reisenden zur Auswahl. Die Platja Gran breitet sich unmittelbar vor dem historischen Zentrum aus und fungiert auch als abendliche Flaniermeile. Ab der Sonnenliege unternimmt man kleine Kreuzfahrten und entdeckt die Katalonische Küste von der Seeseite her.

Etwas beschaulicher geht es dagegen an der Platja del Codolar zu. Die kleine Bucht liegt südlich der Burganlage Tossas und ist besonders windgeschützt. Die im Norden der Stadt gelegene Platja de la Mar Menuda kennt in Spanien jedes Kind. Der Heilige Ramon de Penyafort soll hier gewirkt haben, so will es eine Legende.

Außerdem meint der Strand ein Eldorado für Taucher. Die Unterwassersichtweite beträgt erstaunliche 20 bis 25 Meter. Am Ufer aalt man sich auf einem besonders feinsandigen Untergrund und inhaliert das herrlich bizarre Bild der umliegenden Felsen. Oben wachen die sandfarbenen Wehrtürme und unten funkelt das azurblaue Mittelmeer – Tossa de Mar ist ein Paradies.

Wer die Umgebung des schmucken Städtchens ein wenig erkunden möchte, sollte der dreizehn Kilometer langen Panoramastraße gen Sant Feliu de Guixols folgen. Haarnadelkurven, enge Serpentinen und großzügig angelegte Parkplätze geben den Blick auf die „Wilde Küste“ frei.

Baden und Staunen an der Costa Brava

In Girona warten auf Reisende nicht nur die sehenswerten Arabischen Bäder. Die Stadt liegt auch unweit der malerischen Platja de Palamós. Nahe dem kleinen, gleichnamigen Ort verzaubert der Strand mit seiner Naturbelassenheit und einem karibisch weißen Sand. Mehrere winzige Fischlokale liegen nur einen Steinwurf von der Brandung entfernt.

Nachdem man sich im glasklaren Wasser erfrischt und unter der Sonne Spaniens gebräunt hat, bekommt man dort regionale Leckereien kredenzt. Das maritime Ambiente macht Palamós zu einem verwunschenen Kleinod in Katalonien, das immer einen Besuch lohnt. Bevor man die Region gen Norden verlässt, sollte man das ehemalige jüdische Viertel von Girona bestaunen.

Im 12. Jahrhundert siedelten sich viele Kaufleute und Händler in der sogenannten Call an. Von den Wirren des Zweiten Weltkrieges verschont, durchstreift man bei einem Bummel eines der am besten erhaltenen Ghettos ganz Europas. Fotoapparat nicht vergessen! Folgt man der Katalonischen Küste gen Lloret de Mar, lohnt ein kleiner Stopp in der Gemeinde Llagostera.

In einer sehenswerten Ausstellung erfährt man Interessantes über die Dolmen und anderen Hinterlassenschaften der Steinzeitmenschen, die schon vor Jahrtausenden diese Gegend besiedelten. Zu einem Badeurlaub in Katalonien gehört auch ein Aufenthalt an den Stränden von Lloret de Mar. Obwohl die Bucht von Boadella nicht selten heillos überfüllt ist, sammeln Badegäste dort unvergessliche Impressionen.

Katalonische Küste: Von Flieder und Dali

Im Hinterland der Costa lädt Figueres zu einem kulturellen Exkurs ein. Innerhalb der Stadtmauern wurde der weltberühmte Künstler Salvador Dali geboren. Dieser hinterließ seiner Heimatgemeinde zahllose Kunstwerke, die allesamt in einem Museum ausgestellt werden. Alleine die Architektur dieses Baus entspricht dem auffälligen und individuellen Stil Dalis. Der Turm Gorgot gehört zur Wehranlage, die die Altstadt umgibt und ist ganz in rot-braun gehalten.

Auf dem Dach des Gebäudes reihen sich riesige, eiförmige Gebilde aneinander und im Innenhof parkt das „Regentaxi“. Des weiteren trifft man etwas außerhalb der Häuserzeilen mit dem Castell de Sant Ferran auf die größte europäische Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert. 32 Hektar ist dieses Bollwerk groß! Ein wahres Naturjuwel meint hingegen das Cap de Creus. Es ragt weit in die mediterrane See hinaus und besitzt deshalb eine einzigartige Flora und Fauna.

Die Strände sind zumeist nur zu Fuß zu erreichen, dafür aber auch umso romantischer. Entspannt lässt man sich von den Wellen schaukeln und inhaliert dabei den Duft des hier gedeihenden Strandflieders. Die Katalonische Küste erscheint am Kap besonders verspielt und bizarr und versüßt damit den Badeurlaub in Portlligat oder Cadaqués. Das stimmungsvolle Wahrzeichen der Halbinsel ist das inmitten der Berge gelegene Kloster Sant Pere de Rodes.

Badeurlaub im spanischen Garten Eden

Katalonien ist urwüchsiger, wilder und kulturell bedeutsamer als die meisten anderen Reiseziele für Sonnenanbeter. In den Urlauberhochburgen von Lloret de Mar herrscht zwar ausgelassene Feierstimmung, doch nur wenige Kilometer davon entfernt erlebt man einsame, idyllische Bademomente. Die Katalonische Küste bietet für jeden Reisenden das Passende und meint gerade für Anspruchsvolle ein kulinarisches, geschichtliches und landschaftliches Rundum-Verwöhnprogramm par excellence.

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