Köln Geheimtipps: Die verborgenen Sehenswürdigkeiten der Domstadt

Die rheinische Metropole Köln ist für ihre vielen Wahrzeichen bekannt. Doch neben dem Dom, dem Rhein, der malerischen Altstadt mit ihren vielen Brauhäusern, den fast 100 Museen und den über 250 romanischen Kirchen hat die Stadt noch weit mehr zu bieten. Zahlreiche weniger offensichtliche Sehenswürdigkeiten machen die Köln Geheimtipps aus.

86 Veedel, eine Stadt

Halb spöttisch, halb liebevoll wird Köln gern als „größtes Dorf der Welt“ bezeichnet. In der Tat besitzt die Metropole einige Ecken, die nicht wirklich zum Bild einer Millionenstadt zu passen scheinen. In Köln spricht man in diesem Zusammenhang von „Veedeln“ (Vierteln). Obwohl es keineswegs zu einer Abgrenzung von den umliegenden Stadtteilen kommt, haben zahlreiche Veedel ihre ganz eigene, unverkennbare Atmosphäre.

So gilt die Südstadt rund um den Chlodwigplatz aufgrund der hohen Dichte an Straßencafés und Restaurants als besonders gemütlich und lebensfroh. Der ehemalige Arbeiterbezirk Sülz im Westen besticht durch seine ruhigen Seitenstraßen, die oft mit einer urigen Eckkneipe abschließen. Die einstigen Industrieviertel Ehrenfeld im Westen und Mülheim auf der rechten Rheinseite haben sich dagegen als Szenebezirke einen Namen gemacht, die vor allem junges Publikum zum Leben und zum Feiern anziehen.

Ein Streifzug per pedes durch die Kölner Veedel ist für jeden Touristen, der nicht nur die gängigen Sehenswürdigkeiten erfassen möchte, sondern auch etwas vom wahren Leben mitbekommen will, ein absolutes Muss und ein echter Köln Geheimtipp.

Video: Impressionen aus Köln

Grün in der Stadt

Köln ist eine der grünsten Millionenstädte Europas. Auf Initiative des früheren Bundeskanzlers und Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer wurden in den 1920er und 1930er Jahren in unbebauten Gebieten verstärkt Grünanlagen angelegt, die bis heute bewahrt wurden – und nach einem Plan der Stadt sogar noch vergrößert werden sollen.

Der Äußere Grüngürtel rund um die Stadt, der Innere Grüngürtel in der Stadt sowie die zahlreichen Parks (Stadtwald, Stadtgarten, Rheinpark, Botanischer Garten, Volksgarten etc.) bieten für die Kölner eine fußläufig erreichbare Oase. Gerade an Frühlings- oder Sommerabenden kommt auf den Wiesen und in den angrenzenden Biergärten die halbe Stadt zusammen. Touristen können einfach eintauchen und das Flair dieses Köln Geheimtipps genießen.

Rheinauhafen – Tradition trifft Moderne

Der Rhein hat Köln im Mittelalter reich gemacht. Zu Zeiten der Hanse hat die Stadt von ihrer Flusslage profitiert und sich als Handelszentrum unverzichtbar gemacht. Auch heute noch ist der Rhein ein wichtiger Faktor für die Domstadt. Durch die Neugestaltung des Rheinauhafens mit den drei „Kranhäusern“ und vielen weiteren Glaspalästen hat Köln nicht nur architektonisch den Spagat zwischen Tradition und Moderne geschafft. Auch viele Unternehmen, Hotels und Bars haben sich hier niedergelassen.

Von der Rheinseilbahn aus, die zwischen dem Rheinpark und dem Botanischen Garten über dem Strom verkehrt, hat man einen erstklassigen Blick auf den modernen Rheinauhafen auf der einen und die „alten“ Sehenswürdigkeiten der Altstadt mitsamt Dom auf der anderen Seite. Ein besonderes Highlight sind Fahrten zur blauen Stunde. Das bereits beleuchtete linke Rheinufer versprüht dann einen ganz speziellen Charme.

Hart an der Grenze

Die heutigen Kölner Ringe markierten einst die Grenze der Stadt. Von der historischen Stadtmauer sind nur noch Relikte zu sehen, doch an Knotenpunkten wie dem Ebertplatz (Eigelsteintorburg), dem Rudolfplatz (Hahnentor) oder dem Chlodwigplatz (Severinstorburg) sind die früheren Stadttore dank aufwendiger Restaurationsarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg spektakuläre, mittelalterlich anmutende Bauwerke inmitten der Großstadt, die zum Fotografieren oder zu einer Besichtigung einladen. Oftmals kann man die Räumlichkeiten auch für Feiern oder Kongresse mieten.

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