Rafting in Tirol – Der Wasserspaß für jeden

Mächtige Berge, steile Felswände und glasklare Bäche – das ist Tirol. Das österreichische Bundesland meint ein hervorragendes Rafting-Revier und stellt für alle Urlauber den passenden Fluss bereit. Von gemächlich bis wild, von muskelkaterfördernd bis beschaulich rangieren die Impressionen.

Die Stürmische: Ein Ritt auf der Ötztaler Ache

Wo sich die Venter und die Gurgler Ache vereinen, entsteht eine Eldorado für Wildwassersportler. Die Ötztaler Ache gehört in Österreich zu den anspruchsvollsten Flüssen und schlängelt sich auf 35 Kilometern Länge gen Inn. Bevor dieser sie in sich aufnimmt, gleiten Rafter über gewaltige Wellen, versuchen mit aller Kraft den steinernen Landmarken auszuweichen und stürzen sich über kleine Katarakte.

Es braucht schon einiges an Erfahrung, um sich dieser ungestümen Naturgewalt zu stellen. Daher sollten sich ausschließlich Fortgeschrittene an der Brandachbrücke in Ötz einfinden. Dort befindet sich die Einstiegsstelle für die 14 Kilometer lange feuchteste Achterbahn der Region. In der engen Waldschlucht wird man sich wie im Schleudergang einer Waschmaschine fühlen.

Die Ache ist zwischen den Bergwänden eingeklemmt und bahnt sich wütend und schäumend ihren Weg gen Tal. Hat man diese Stromschnellen hinter sich gebracht, folgt das nächste Highlight auf dem Fuße: Die „Boa Constructa„, ein besonders wilder Abschnitt im Ötztal.

Plantschen und Paddeln in Österreich – den Inn entlang

Tirol und gab der Landeshauptstadt sogar ihren Namen. Reist man von Innsbruck flussaufwärts, erreicht man alsdann die hübsche Gemeinde Zams. Rafting-Anfänger werden hier vom Strom geradezu sanft aufgenommen und langsam an den Nervenkitzel dieser Sportart herangeführt.

Erst darf man sich an die nicht alltägliche Ausrüstung mitsamt Paddel gewöhnen, bevor es zum Höhepunkt einer herrlichen Tagestour kommt: Die Imster Schlucht. Die Bootsmannschaft hat nun die dritte Stufe der Wildwasserschwierigkeitsskala zu bewältigen: Der Inn zeichnet sich dort durch extrem hohe Wellen, eine immense Wassermenge und damit verbundene Wucht aus.

Immer wieder hüpfen die Passagiere von Woge zu Woge und werden tief in die Wellentäler eintauchen. Ein Teilstück der Schlucht ist auch für Schwimmer passierbar – Mut braucht es allerdings schon, sich von den aufgewühlten Fluten mitreißen zu lassen!

Video:Tirol Rafting Ötztaler Ache

Tirols ungezähmte Schönheit – der Lech

Der Oberlauf des Lechs darf noch so fließen, wie er das seit Jahrmillionen tut. Er ist einer der seltenen Alpenströme, die noch nicht von Menschenhand gelenkt und in ein enges Korsett gezwängt werden. Frei, wild und wunderschön prägt er die Landschaften rund um das Dörfchen Häselgehr nahe Reutte. Wer in das steinige Bachbett hinabsteigt, wird verwunschene Ufer vorüberziehen sehen aber auch die stürmische Seite des Lechs erleben.

Maximal erreicht dieser die Wildwasserstufe II und fungiert somit als idealer Übungsplatz für kindliche Erst-Rafter. Einzige Voraussetzung für das Besteigen des Bootes ist, dass die kleinen Abenteurer gut Schwimmen können. Immer wieder legt der Strom an Geschwindigkeit zu, das Rauschen der Wassermassen wird lauter und einige rasante Passagen wirbeln die Gischt mächtig auf.

Danach lässt der Lech seine Gäste verschnaufen und gibt den Blick auf malerische Bergpanoramen frei. Dieses Wechselspiel aus sportlicher Action und einzigartiger Natur ist ein Erlebnis für die gesamte Familie!

Die raue Sanftheit erfahren – Rafting in Tirol

So unwirtlich und abweisend die eisigen Bergspitzen des Bundeslandes, so sattgrün sind seine stillen Täler. Diese vermeintlichen Gegensätze inhalieren Rafter auf den Flüssen, die wie Adern diese beiden Landschaften verbinden. Die Wucht der Felsen und die Idylle der Senken machen Tiroler Raftingerlebnisse unvergesslich!

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