SEA LIFE Timmendorfer Strand – Ausflug in die Unterwasserwelten

Mit dem SEA LIFE hat der Timmendorfer Strand etwas einzigartiges zu bieten: Ein Aquarium, also ein Wasserzoo, der es Besuchern und Besucherinnen ermöglicht, trockenen Fußes die Fauna (und bedingt auch Flora) der Nord- und Ostsee bis hin zu tropischen Gewässern und der Tiefsee kennen zu lernen.

Einzigartige Artenvielfalt mit Meeresbewohnern aus fast allen Klimazonen

Unser Planet ist zu einem wirklich großen Teil von Wasser bedeckt, und das meiste davon ist Salzwasser. Da liegt es nahe, die Lebewesen aus dem Meer zu studieren und in einem Zoo großen und kleinen Besuchern und Besucherinnen zugänglich zu machen. Das SEA LIFE am Timmendorfer Strand wurde 1996 eröffnet und zeigt seitdem auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern in mehr als 36 naturgetreu gestalteten und sehr abwechslungsreich gehaltenen Aquarien und künstlich angelegten Lebensräumen Fische, Quallen, Muscheln, Seesterne und sogar Säugetiere.

Unterschiedliche Lebensräume von arktischen Gewässern bis hin zu tropischen Zonen wurden artgerecht gestaltet, so dass Besucher/-innen nicht nur die Meeresbewohner, sondern auch ihr natürliches Habitat kennenlernen können.

Video: Sealife Timmendorfer Strand – Ostsee

Die ethische Frage: Tiere in Gefangenschaft?

Die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit der Tierhaltung zu reinen Schauzwecken muss sich heutzutage jeder Zoo und jedes Aquarium gefallen lassen. Das SEA LIFE beantwortet die Frage mit einem bedingten „Ja“. Nicht jede Tierart lässt sich in Aquarien wirklich artgerecht halten, und aus diesem Grund gibt es am Timmendorfer Strand weder Delfine, noch Robben und Wale zu sehen. Die großen Meeressäuger können auch bei Einsatz aller technischen Möglichkeiten nicht artgerecht gehalten werden, und das gilt ebenfalls für einige Haiarten.

Das müssen Besucher/-innen akzeptieren. Kleinere Säuger wie Otter können aber durchaus bewundert werden, und sogar eine Meeresschildkröte gibt es im großen Ozeanbecken zu bestaunen. Die meisten Tiere stammen aus eigener Nachzucht, und gefährdete Tierarten werden auch zum Zweck der „Auswilderung“ im SEA LIFE nachgezogen. Artenschutz wird also durchaus beachtet.

Der besondere Kick, nicht nur für Kinder

In jedem Zoo und Tierpark gibt es die Möglichkeit, handzahme Tiere zu füttern und zu streicheln und so in einen relativ nahen Kontakt mit den Tieren zu treten. Im SEA LIFE ist das auch möglich, und zwar im Rahmen der sogenannten Berührungsbecken. Ein Streichelzoo mit Wassertieren klingt erst einmal bizarr, aber tatsächlich ist es nicht nur für Kinder oft ein Schlüsselerlebnis, wenn sie die raue Haut von Seesternen fühlen können, Seeanemonen berühren und die Linien auf der Schale von Schnecken und Muscheln ertasten können.

Unterwasserwelt im SEA Life am Timmendorfer Strand

Krabben lassen sich die „Scheren schütteln“ und harmlosen Seeigeln kann man über die Stacheln streicheln. Im Berührungsbecken leben ausschließlich wirbellose Tiere. Aber auch fernab von so intimen Erfahrungen wie dem Berühren gibt es am Timmendorfer Strand viel zu entdecken: Ein Otternbecken wird von zwei kleinen Tieren besiedelt, die zwischen Bambus und künstlichen Ruinen herumschwimmen. Im tropischen Becken gibt es bunte Fische und Riffbewohner zu bewundern, und die Fjordlandschaft beherbergt Tiere, die eher kühle Gewässer mögen.

Ein Hafenbecken zeigt, wie die Tiere mit modernen Lebensbedingungen Seite an Seite mit Mensch und Technik umgehen, Rochenbecken beherbergen Rochen, Haie und Plattfische. Japanische Riesenkrabben werden genauso gezeigt wie ganz unterschiedliche Quallenarten.

Ein außerordentliches, lehrreiches und sicher nicht alltägliches Vergnügen

Das SEA LIFE am Timmendorfer Strand mag ethisch nicht für jeden/jede Besucher/-in vertretbar sein, aber unter dem Gesichtspunkt der Forschung, Lehre und des Artenschutzes tut es wirklich gute Dienste. Kinder und Erwachsene können in der vielfältigen und sauber geführten Anlage nicht nur Meeresbewohner kennenlernen, sondern auch Verständnis für Umweltschutze entwickeln. Die Reinhaltung der Meere und der Schutz bedrohter Arten sind den meisten Menschen nach einem Besuch des SEA LIFE eine Herzensangelegenheit.

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